Auch den Chef kann man googeln

Seit Jahren schon warnen Wissenschaftler und Bewerbungsexperten davor, zu viele Informationen über sich selbst in das Internet zu stellen. Ich persönlich habe schon von einem Vorfall gehört, in dem jemandem trotz hervorragendem Schulabschluss eine Ausbildung in einem renommierten Betrieb versagt geblieben ist. Die damalige Begründung lautete, er passe nicht in das Profil der Firma. Die Grundlage für diese Annahme fand der Chef aber keinesfalls im Bewerbungsgespräch, sondern aufgrund seiner detaillierten Internetrecherche über meinen Freund. Auch die älteren Chefs kennen längst alle Kniffe im Internet und so googelt heute bereits jeder zweite Chef potenzielle Bewerber.

Nun raten insbesondere jene Bewerbungsexperten, die davor warnen, zu viel über einen selbst ins Netz zu stellen, allen Bewerbern, sich selbst mal im Internet zu informieren und zwar über den neuen Chef, die Firma und die in ihr tätigen Mitarbeiter. Dafür brauchen Sie keine CIA-Methoden, denn häufig geht das schon mit ein paar simplen Clicks. Viele Firmen haben auf ihrer Firmenwebsite einen Blog, durch den man bereits Vieles über die Firma an sich und die Mitarbeiter in Erfahrung bringen kann. Dort erhält man dann auch einige Namen, die man fortan bei Twitter und Facebook suchen kann. Hier können Sie Mitarbeiter ansprechen und so das Firmenklima erforschen. Das kann für das Bewerbungsgespräch durchaus hilfreich sein, denn je nachdem, wie die Firma sich selbst darstellt, kann man auch die eigenen positiven Seiten zum Vorschein bringen. Richtig interessant dürfte aber der Chef sein und gerade bei diesem bietet es sich doch mal an, in verschiedenen Netzwerken nachzuforschen. Vielleicht finden Sie gemeinsame Interessen, vielleicht auch Kommentare von ehemaligen Mitarbeitern, so wissen Sie schon vorher, was sie erwartet.

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